Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer kann sich die Frage stellen, ob es nicht besser ist, ein Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden. Dies geschieht üblicherweise durch einen Aufhebungsvertrag. Es gilt aber zu beachten, dass einige Probleme auftreten können. So besteht bei einem Aufhebungsvertrag für den Arbeitnehmer immer die sehr hohe Gefahr, dass er vom JobCenter eine Sperre beim Arbeitslosengeldbezug erhält. Andererseits ist ein Aufhebungsvertrag eine gute Möglichkeit mit dem Arbeitgeber eine Abfindung auszuhandeln. Der Arbeitgeber hingegen erhält Rechtssicherheit für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In jedem Fall sollte man sich aber anwaltlich beraten lassen. Nur so können die eigenen Interessen optimal ausgehandelt und im Vertrag niedergeschrieben werden. Es gilt ferner zu bedenken, dass man an viele Dinge gar nicht denkt. Unwissenheit schützt jedoch bekanntermaßen vor Strafe nicht. Im Arbeitsrecht bedeutet dies unter Umständen erhebliche Einbußen in finanzieller Sicht und ggf. auch beim sozialen Besitzstand.

Fehler des Arbeitnehmers bei Aufhebungsverträgen

Unterschreiben Sie niemals einen Aufhebungsvertrag ohne vorherige anwaltliche Beratung. Lassen Sie sich auch nicht unter Druck setzen. "Wenn Sie den nicht unterschreiben, dann kündigen wir Ihnen!" Der Arbeitgeber ist zu solchen Vorgehensweisen nicht berechtigt und macht sich unter Umständen sogar strafbar. Ein Aufhebungsvertrag kann nur im gegenseitigen Einverständnis abgeschlossen werden. Gegen Ihren Willen geht das nicht. Wenn ein Arbeitgeber Ihnen einen Aufhebungsvertrag anbietet, dann hat das auch einen Grund. In der Regel hat der Arbeitgeber nämlich erkannt, dass eine Kündigung nicht möglich ist.

Fehler des Arbeitgebers bei Aufhebungsverträgen

Arbeitgeber unterschätzen immer wieder die Risiken bei Aufhebungsverträgen. Grundsätzlich können solche Verträge der Kontrolle durch Allgemeine Geschäftsbeziehungen unterliegen. Nicht jede Formulierung, die für den Arbeitgebers günstig ist, muss rechtlich zulässig sein. Insbesondere wenn dem Arbeitnehmer keine ausreichende Bedenkzeit eingeräumt wird, sind recht weite Anfechtungsrechte des Arbeitnehmers gegeben.

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